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April 2011 - Arbeitstagung in Berlin

Zwei Jahre nach dem Startschuss des Modellprojektes und drei Monate nach dem "offiziellen" Ende läuft das Projekt "Jugendfeuerwehren – strukturfit für Demokratie" nun seit Ende 2010 auf "eigenen" Beinen weiter. Am 1. und 2. April 2011 kamen Vertreter/innen der teilnehmenden Bundesländer ein weiteres Mal in Berlin zusammen, um sich über aktuelle und anstehende Projektentwicklungen auszutauschen.

img img Im Vordergrund des Treffens standen die Vorstellung der Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitforschung durch die Universität Marburg und der länderübergreifende Austausch in Hinblick auf die Entwicklungen seit 2011 und über die Ziele und Erwartungen zur zukünftigen Zusammenarbeit im Projekt. Wenn es darum geht, Jugendfeuerwehren "strukturfit für Demokratie" zu machen, sind die Räume der Arbeitstagung immer voll. Dieses Mal waren mit dabei Vertreter/innen aus Hessen, Thüringen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Und auch Vertreter/innen neuer Projekte der Landesfeuerwehrverbände, die durch das Bundesprogramm "Zusammenhalt durch Teilhabe" seit Beginn des Jahres gefördert werden aus den Bundesländern Thüringen, Sachsen und Brandenburg hatten den Weg in die Hauptstadt gefunden.

img Nach einem kurzen Rückblick auf das, was alles so passiert ist, richteten die Teilnehmer/innen schnell den Blick in die Zukunft: Alle waren sich einig, dass es für den Erfolg des Projektes wichtig ist, in Zukunft die Landesfeuerwehrverbände und den Deutschen Feuerwehrverband noch stärker in die Projektarbeit einzubeziehen. Auch sollen die kontinuierlichen länderübergreifenden Vernetzungstreffen weiterer wichtiger Bestandteil des Projektes bleiben. Besonders der gemeinsame Austausch diene dem Projekt und der Weiterentwicklung von Aktivitäten – so der Tenor. Es wurde auch deutlich, dass die Entwicklung von Qualitätskriterien und -standards, z.B. wenn es um das Vorgehen bei der Bearbeitung von konkreten Vorfällen in den Ländern geht, wichtig ist.

Das Projekt blickt auf viele kleine oder größere Erfolge zurück: "Jugendfeuerwehren strukturfit für Demokratie" hat nicht nur für eine große Sensibilisierung in Bezug auf demokratiegefährdende Phänomene innerhalb der beteiligten Landesjugendfeuerwehren und bei den beteiligten Projektmitarbeiter/innen gesorgt, sondern hat auch – wie es einige Projektmitarbeiter/innen auf der Tagung treffend beschrieben – den Blick über den Tellerrand ermöglicht. So öffne z.B. der unkomplizierte Erfahrungsaustausch mit den anderen Projektländern immer wieder auch den Blick für andere Handlungsansätze in den Landesjugendfeuerwehren generell.

imgIm Rahmen der Arbeitstagung wurden auch die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitforschung zum Projekt durch die Universität Marburg vorgestellt und diskutiert. Das Team rund um Prof. Dr. Benno Hafeneger und Dr. Reiner Becker hatte in den vergangenen zwei Jahren zahlreiche Befragungen, Interviews und Gruppendiskussionen mit Jugendwart/innen und Gruppenleiter/innen durchgeführt. Die Ergebnisse stießen auf großes Interesse. Die Studie macht deutlich, dass sich das Verständnis von Rechtsextremismus im Laufe des Projektes erweitert hat und eine Gemeinschaft entstanden ist, die sich stetig mit dem Thema auseinandersetzt. Zudem wurden Netzwerkentwicklung sowie couragiertes Handeln bei den Projektbeteiligten gestärkt. Insbesondere die länderübergreifenden Treffen werden von den Projektmitarbeiter/innen als außerordentlich motivierendes Projektelement bewertet. Der Abschlussbericht der wissenschaftlichen Begleitforschung wird nun auch als Buch unter dem Titel "Mit anderen Augen durch die Welt. Jugendfeuerwehr fit für Demokratie" im WOCHENSCHAU-Verlag veröffentlicht.

Im Herbst 2011 findet erneut ein Treffen zur Vernetzung der Vertreter/innen aus den beteiligten Projektländern statt. Darüber hinaus wird die DJF die bisherige Arbeit in den Bundesländern weiter unterstützen und die Kommunikationsplattform für den Transfer von Erfahrungen und Ergebnissen bilden.

Quelle: DJF

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